Ob Intercity, Eurocity oder Regionalzug: Fahrradkapazitäten sind begrenzt, Reservierungen oft Pflicht oder klug. Prüfe Buchungsfenster, notiere Wagenreihungen und nutze weniger frequentierte Züge außerhalb der Pendlerzeiten. Sprich das Zugpersonal freundlich an, baue Zeitpuffer ein, und halte einen Plan B parat, falls ein Waggon ausfällt oder unerwartet gesperrt wird.
Bahnhöfe sind Tore, keine Ziele. Verbinde den letzten Bahnsteig mit dem ersten Forstweg über ruhige Straßen, Radfernwege und legale Abkürzungen. Prüfe Steigungen, Untergründe und Tunnelverbote. Nutze OpenStreetMap, amtliche Karten und lokale Hinweise, damit der Übergang vom Gleis zur Wildnis reibungslos, leise und überraschend schön gelingt.
Entscheidend sind Licht, Wind und Niederschlag. Plane Ankunft so, dass du vor der Dämmerung Wasser findest, Holz sammelst und das Zelt spannst. Lege Schlechtwetter-Optionen nahe alternativer Bahnhöfe an. Prüfe Sonnenaufgang, Gewitterneigung und Nebelzonen, damit Sicherheit und Gemütlichkeit auch bei unerwarteten Wolken nah beieinander bleiben.
Als die Tür sich schloss, glaubte ich, der Plan sei vorbei. Doch der Zugchef winkte, half beim Verstauen, fand Platz für das Rad und flüsterte eine weniger bekannte Ausstiegsmöglichkeit. Dieser Mensch schob die Reise freundlich an, und plötzlich passte alles wieder: Licht, Richtung, Mut, und die nächste Karte auf dem Lenker.
Der Track versprach moderat, doch die Rampe biss. Im kleinsten Gang, Schritt für Schritt, hörte ich nur Atem und knirschenden Kies. Oben lag Stille wie eine Decke. Das Wasser spiegelte den Mond, und die Hände zitterten vor Anstrengung und Glück zugleich. Genau deshalb trägt man das Rad manchmal lieber als zu fluchen.
Noch bevor die Sonne den Grat erreichte, blubberte der Kocher. Der Espresso roch nach Zuhause, der See dampfte, ein Reiher zog langsam vorbei. Ich schrieb Koordinaten ins Notizbuch, nicht für Geheimniskrämerei, sondern als Dank. Solche Morgen erinnern daran, behutsam zu reisen und jeden Meter zweimal zu würdigen.